Hier ein paar meiner Erfahrungen, die ich bei meinen Assignments sammeln konnte…

Allgemeines

  • Genügend Zeit für die Anreise einplanen –> Man weiss nie, wie weit weg man parkieren kann/muss
  • SONNENHUT!! (Bei einem Event hatte ich Abends tatsächlich einen Sonnenstich, nachdem ich den ganzen Tag bei schönstem Wetter an der prallen Sonne verbracht habe…)
  • Man sollte sich nicht zu schön sein, die Kamera beim Einsatz eines 70-200mm Objektivs immer auf ein Ein- oderDreibein-Stativ zu packen –> Die Bilder werden einfach besser!
  • Sonnenblende immer montiert – Objektivdeckel immer weg (solange das Objektiv auf der Kamera steckt)… Nur so ist man als Fotograf jederzeit einsatzbereit!
  • Ein schneller Autofokus und eine kurze Auslösungsverzögerung sind wirklich einen Aufpreis wert…
  • Ein lichtstarkes f/1.4 oder f/1.8 Objektiv gehört in jede Ausrüstung! Das kann einem wirklich “das Leben retten”, wenn man sich unerwartet in “Low Light Conditions” befindet!
  • Lass Dich nicht vom eingebauten LCD täuschen: Auf dem kleinen Display sehen 90% der Bilder immer gut aus – am PC sind’s dann keine 30% mehr!! (Wenn man Bilder in grosser Anzahl geschossen hat, wie z.B. bei einem Sport-Event oder einer Flugshow etc.) Aus diesem Grund empfehle ich, die Kamera so einzustellen, dass – falls eine Bildkontrolle am LCD der Kamera vorgenommen wird – direkt ein paar Zoomstufen aktiviert sind. Nur so kann die Schärfe wirklich kontrolliert werden! (1:1 wäre vielleicht perfekt – aber manchmal will man ja trotzdem das ganze Bild sehen, um die Komposition zu kontrollieren oder ob man nichts beschnitten hat, was man nicht beschneiden wollte!

 

“Action-Fotos”

  • Scharfe Bilder mit 1/1000 oder höher Sekunde von einem fahrenden Auto, BMX, Motocross oder Helikopter/Propellermaschine sind “einfach” zu machen – und reizt nicht besonders… Die “Dinger” sind doch in Bewegung – und das darf / MUSS man doch beim anschauen der Bilder auch sehen!
  • Ein fahrendes Auto von vorne oder 3/4 “schräg” sollte mit f/6.3 – f/8 fotografiert werden, wenn man alle Sponsoren-Kleber gut lesen können soll…
  • Für mich ist ein DX-Sensor für Action- und Sportaufnahmen praktischer, weil man mit einem 70-200er Objektiv bereits relativ Nahe ans Geschehen kommt – mit einer Vollformatkamera hätte man auf einmal gerne noch ein 200-400er dabei… (Ein 200-400er Objektiv ist nicht besonders handlich! *gg*)
  • Auf die Knie! Aus der Hocke oder Knien geschossene Bilder sehen bei den meisten Sportarten besser aus…
  • Wenn man die Sportart kennt, hat mans leichter: Man weiss (ahnt) beispielsweise schon, wo der Ball hingespielt werden wird und kann die Kamera entsprechend ausrichten…
  • Draufbleiben: Manchmal gibts die besten Bilder “nach” der Aktion! Beispiele: Jubelnde Gesichter, sich nach dem Spiel umarmende Spieler, Enttäuschung, etc. –> Emotionen pur!

 

“Mitziehen”

  • 1/40 Sekunde Belichtungszeit hat sich fürs “mitziehen” beim BMX und Motocross bei mir bewährt
  • Filter mitnehmen: Wenn bei schönstem Wetter 1/40 Sekunde Belichtungszeit selbst bei ISO100 nicht mehr möglich ist, löst der das Problem für Euch…

 

Portrait Aufnahmen

  • Bei einem DX-Sensor würde ich ein Objektiv mit einer Brennweite um 70-100 mm empfehlen
  • Grosse Blende (z.B. f/4) um den Hintergrund unscharf zu machen und damit den (späteren) Betrachter direkt aufs Motiv zu lenken

 

Den korrekten Weissabgleich finden

Bei nicht eindeutigen Lichtverhältnissen finde ich es manchmal schwierig, den richtigen Weissabgleich einzustellen. Ich fotografiere zwar eigentlich immer in RAW und JPG Modus – will man die JPGs aber “Out of the Box” verwenden können, ist es wichtig, den Weissabgleich richtig zu wählen. Folgender Trick hilft mir:

  • Aktiviere den Live-View Modus
  • Drücke und halte den WB-Button (White Balance) um den Weissabgleich zu ändern
  • Scrolle mit dem hinteren Einstellrad durch die verschiedenen Weissabgleich-Modi
  • Im Live-View Display werden die Änderungen direkt anzeigt –> Wähle was Dir gefällt! ;-)

 

VR – Vibration Reduction

Ich deaktiviere die Vibration Reduction jeweils wenn:

  • Sich die Kamera auf einem Tripod befindet
  • Ich einen Shutter Speed 1/200 sek oder kürzer verwende

Der Grund ist einfach: VR sucht nach Bewegungen – und verursacht diese damit selbst. Wenn sich die Kamera fix auf einem Stativ befindet, braucht man ja keine zusätzliche Unschärfe im Bild – verursacht durch VR. Zum anderen kostet VR auch etwas Zeit. Dadurch können die Bilder bei Sportaufnahmen nur durch VR unscharf werden – oder reduzieren die Frame-Rate der Kamera. Beides will man natürlich nicht…

 

VR – Vibration Reduction (“Active” / “Normal”)

Manche VR-Objektive haben einen Schalter für die Einstellung “Active” und “Normal”. “Normal” ist – wie man sich denken kann – die Einstellung, die man normalerweise verwenden kann. Befindet man sich jedoch selbst komplett in Bewegung, z.B. auf einem Boot oder aus einem Helikopter etc., dann kann man auf “Active” umschalten.

 

Nikon – Canon ”Translator”

  • S (Shutter-Priority auto) bei Nikon, Tv (Time Value) bei Canon = Blendenautomatik
  • A (Aperture-priority auto) bei Nikon, Av (Aperture Value) bei Canon = Zeitautomatik
  • M (Manual) bei Nikon UND Canon = Blende und Belichtungszeit können selbst manuell gewählt werden

Zum Schluss…

  • Üben, Üben, Üben…

 

 

 

  • http://www.markimhof.com Mark Imhof

    Hallo Rene,
    Coole Tips betreffend BMX und MotoCross, ich werde das mal versuchen bei der BMX Bahn hier bei uns.

    • Rene

      Hoi Mark,
      Ja, bitte, versuche die Tipps ruhig mal aus! Bin auf Deinen Feedback gespannt! :-)